Radwandern von Passau nach Wien
Wir haben es gewagt mit dem Fahrrad von Passau nach Wien zu fahren.
Da wir keine Weicheier sind legten wir schon in Deggendorf am Hafen los,
was nochmals 50 Km ausmacht. Leider waren der erste Tag nicht so toll vom Wetter her,
aber so ein bißchen Regen trotzen wir doch leicht. ;-))
Hier mal die Übersichtskarte aus unseren Reiseführer Bikeline, der uns wirklich sehr gut geholfen hat,
da er sogar Telefonnummer für die Zimmersuche hat.
1.Tag 10 Uhr: Wir legen los in Deggendorf, die ersten Kilometer war es noch trocken, dann fing es aber an zu tropfen
und wir legten unser Regenzeug an. Bis nach Passau waren die Wege manchmal sehr schlecht und mit Kies bedeckt,
so das man nicht so gut vorrankommt.
In Passau machten wir einen späten Mittag, immer ein Auge auf das Fahrrad gerichtet, da die Satteltaschen daran waren.
Danach fuhren wir durch die Stadt, wo sehr viele Einkaufswütige die Straßen beherschten. Wir fuhren noch
zur Donaupitze wo die Flüße Donau, Inn und Ilz zusammen fließen.
Wir kämpfen uns über 2 Brücken auf die Linke Donauseite (Nordseite) und fahren noch weiter bis Obernzell in Österreich.
Trotz Regen haben wir 80km geschafft und suchen uns um 7 Uhr ein Quartier.
2.Tag: Es geht weiter Rechts an der Donau zum Kraftwerk, wo wir mit viel Geschick die Donauseite wechseln.
Mann (oder Frau) muß frühzeitig Planen welche Seite man fährt da es nicht so viele Brücken gibt.
Wir haben uns Abends ein wenig beraten und dann am nächsten Tag mindestens 3 mal umgeworfen. *GG*
Hier waren wir aber mehr auf der Straße Unterwegs, so das wir wieder in Engelhartszell auf die Linke Seite wechseln.
Das Wetter war bewölk ein wenig kühl, aber zum Radeln ausreichend gut.
Bei den Schlögener Schlingen hat mann keine Wahl, weil es Links Felsig wird und es keinen Radweg mehr gibt.
Aber die Radfähren lauern schon auf einen und für ein paar Öschis kommen wir zur anderen Seite.
Wir nutzen die Zeit, für eine kurze Pause und auch der Po freut sich. ;-))
An den Schlögener Schlingen geht es viel im Wald lang und man trifft jetzt einige Radfahrer.
Wir kommen an einer Radraststätte vorbei und genehmigen uns einen super salat und machen eine Sonnenpause.
So langsam kennen wir ein paar Radler vom sehen und man überholt sich öfter Gegenseitig, da jeder anders Pause macht.
Wir geben den Radlern nach ihren farben Namen z.B. das "Rote Team" und Jubeln immer wenn wir Sie mal wieder schlagen auf der Strecke.
Nach einigen Kilometern und Seitenwechsel am Kraftwerk Ottensheim kommen wir nach Linz.
Am Hauptplatz suchen wir uns ein Cafe und beobachten die Linzer beim vorbeieilen. Die Stadt ist sehr schön
und gefällt uns.
Wir bummeln mit unseren Rädern etwas durch die Innenstadt und fahren dann weiter.
An der linken Donauseite ist ein riesiger Freizeitpark mit vielen Freizeitanlagen und Badeseen.
Die Linzer stehen wohl auf Sport und bieten hier wirklich tolle Anlagen an. Wir radeln auf einen Damm und sehen
hier Inliner, Radler, Hockey, Volleyball und einmalige Zeitlupenjogger. (Walking) *Brüll*
Wir Düsen weiter nach Steyregg und es wird schon langsam Dunkel, aber wir finden doch noch ein Dach
über den Kopf und haben erneut 80 Km geschafft.
3. Tag: Wir Radeln weiter bis Abwinden und hier geht es weg von der Donau über St.Georgen
nach Mauthausen. Die KZ Gedenkstätte lassen wir links liegen und fahren bis Grein.
Irgentwie vergesse ich heute Fotos zu machen und wir machen Mittag am Marktplatz von Grein.
Wir Bummeln noch zum Donauufer und Essen noch ein Eis in der Sonne, heute gefällt uns das Wetter Super.
Wir müssen ein Stück zurück um mal wieder auf die Rechte Seite zu wechseln,
da wohl der Radweg dort besser ist.
Heute kommen wir nicht so gut voran, ich merke meine Beine nach den 160km und mein Tempo nimmt merklich ab.
Ich sehe Regina den ganzen Tag nur von hinten und mein rechtes Knie fängt auch noch an zu Stechen. Viele Pausen
und langsames Fahren Bremsen uns aus und in Persenbeug geben wir auf und kommen nach 60km bei einer sehr netten Famillie unter.
Regina wäre gern noch weiter bis Melk, war aber für mich heute nicht drin.
Wir Bummeln mal wieder am Ufer und genießen die Abendstimmung.
Abends gönnen wir uns ein Hefeweizen bei guten Essen und Fachsimpeln mit anderen Radfahrern über die morgige Route.
Die meisten haben die Tour gebucht und lassen sich das Gepäck nachfahren von Hotel zu Hotel. Das war uns aber zu teuer und
wir haben uns auch an die Satteltaschen gewöhnt.
4. Tag: Nach ein guten Frühstück und einen langen Tratsch geht es Richtung Wachau. Morgens war es noch kühl
und mein Knie meckert noch die ersten kilometer.
Wir rasen durch die Wachau unser Tempo ist heute deutlich besser geworden und machen wenig halt an den schönen
Weinbergen und Obstgärten. Wir Rasten kurz an der Burgruine in Dürnstein. In Krems wollten wir eigentlich Mittag machen,
doch hier gefällt es uns wenig ist alles so hektisch, also noch weiter an der Krems entlang zur Donau zurück.
Der Radweg hört einfach nicht auf und ist schnurgerade bis zum Horizont.
Das wäre das richtige für ein Rennrad gewesen. Wir machen einen langen Mittag irgentwo am Ufer und Sonnen uns.
Ich gehe sogar kurz in die Donau zum Baden um mich abzukühlen da es heute Heiss ist. Rüberschwimmen wäre hier
schon schwierig da die Donau schon sehr Breit ist.
Wir jagen weiter bis nach Tulln und wollen uns dort ein Zimmer suchen, hier mußten wir aber feststellen
das es weit und breit kein Zimmer mehr frei ist. Tulln war im Gartenschaufieber und alles war ausgebucht,
sogar Zeltplatz und Jugendherberge gaben nix mehr her. Das war ewig schade weil ein Bierzelt mit Musik uns Magic anzog,
aber ohne Bett war es nicht gut da reinzugehen. Da es inzwischen schon Dunkel wurde und die Radwege doch recht Dunkel
sind, blieb uns nichts anderes übrig als mit der S-Bahn nach Greifenstein zu fahren. Hier bekamen wir ein schönes
Zimmer (ich glaubte schon fast nicht mehr daran) und machten uns nach super 120km !! über ein spätes Essen her.
5.Tag: Von Greifenstein geht es am rechten Ufer entlang Richtung Klosterneuburg.
In Klosterneuburg schauen wir kurz zum Kloster hoch, was uns aber weniger Interessiert.
Links taucht die große Donauinsel auf und wir biegen rechts ab.
Am Donaukanal entlang geht es weit rein nach Wien in die Stadt, am Franz Josef Bahnhof erkundigen wir uns wo man
wieder zurück nach Deckendorf kommt. Dort erfahren wir das wir zum Ostbahnhof müssen.
Wir Radeln weiter bis zum Domplatz, dort wird der Verkehr so dicht und gefährlich das wir in die U-Bahn steigen und zum
Bahnhof zu fahren. Dort geben wir das Fahrrad samt Gepäck in Verwahrung und erkunden Wien mit der U-Bahn.
Wir entschliessen uns zum Wiener Riesenrad zu fahren.
Dort erkunden den Praterpark und Bummeln ein wenig darin herum.
Regina hat zum Glück die Frau erst vorbei gelassen, sonst hätte sie das Bild geprengt :-))
Wir geniessen den Tag, obwohl es in 2 Stunden mit dem Zug zurück geht
Also genau hier sind wir jetzt, seht ihr es ? In Wien am Praterpark, genauer beim Observatorium welches gerade
überholt wird und daher keine Vorstellungen hatte. Dafür haben wir den zerlegten Projektor bewundert,
was jedes Elektrikerherz höher schlagen ließe.
Danach ging es mit dem Zug zurück nach Deckendorf, was das teuerste an unserer Tour war. Zurück mußten wir
noch 20km zum Auto Radeln und das halb im Dunkeln. Danach sind wir hoch nach Zwiesel, genauer Außenried wo Regina
Verwandschaft hat zum Nächtigen.
Einen Tag haben wir dann im Zwieseler Freibad gesonnt und sind am nächsten Tag
mit den Rädern zum Zwieseler Waldhaus geradelt. Liegt mitten im Wald und hat viele Wanderwege drumherum.
In Zwiesel kommt das Bier aus dem Fels Wow...
Das Dampfbier schmeckt super.... Da es im Waldhaus so voll war haben wir uns einfach auf die Wiese verzogen
und genießen hier den Tag.
Regina hat einen guten Zug
Der Rückweg wurde ganz schön anstrengend, da es warm und ziemlich bergig in Zwiesel ist. Die Waldbahn haben wir um ein paar
Minuten verpaßt, so mußten wir den ganzen Berg rauf Radeln. *Schwitz* Dann zog es uns auch schon wieder
nach Ulm zurück.
Fazit nach der Radwanderung:
Das mit dem Dampfbier können wir nochmal machen
Ein Rad mit pneumatischer Vollfederung wäre von Vorteil
Reginas Rad vorher heimlich die Bremsen anziehen, damit ich nicht dauernd ihren Rücken sehe ;-))
Vorher erkundigen wo eine Gartenschau ist, dort gibt es absolut keine Zimmer mehr :-((
Sonnenbrillen immer am Mann tragen auch im WC, wo Sie nachher weg war
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